Mark Schäfer

Mark Schäfer

Bankbetriebswirt und European Business Coach

Die Schwankungen im Depot reduzieren

Gerade die letzte Februarwoche und die erste Märzwoche 2020 waren die Märkte recht turbulent und man konnte in den Facebook-Foren viele Posts lesen, in denen die Verunsicherung einiger Investoren deutlich zu erkennen war.
Solltest auch du dich unwohl bei solchen Schwankungen fühlen, empfiehlt es sich die Volatilität (Schwankungen) im Depot zu verringern. Dazu habe ich folgende Ratschläge für dich:

Breit streuen

Bei der Auswahl deiner Aktien solltest du auf eine breite Streuung achten. Streue am Besten über verschiedene Branchen und Länder. Setzt du alles nur auf Technologiewerte (indem du zum Beispiel nur Apple, Facebook Microsoft usw. im Depot hast) und gerade diese Branche einen größeren Rücksetzer erleidet, trifft es dein Depot härter, als wenn du in verschiedene Branchen investierst (Konsumgüter, Immobilien, Finanzdienstleistungen usw,).
Das Gleiche gilt auch für Länder. Investierst du nur in deutsche Aktien, bist du komplett auf die deutsche Wirtschaft angewiesen. Wenigstens als Basis würde ich ein Welt-ETF nehmen.

Überprüfe deine Risikobereitschaft

Hälst du die Schwankungen kaum aus, hast du wahrscheinlich deine Risikobereitschaft falsch eingeschätzt. Es ist extrem wichtig, nicht zu viel zu investieren, denn wenn du in unruhigen Zeiten Nachts nicht mehr schlafen kannst, besteht die Gefahr, dass du irgendwann dein komplettes Depot mit Verlust auflöst.

MSCI World Minimum Volatility

Sind auch die Schwankungen eines herkömmlichen MSCI World-ETF zu stark für dich, könntest du über den MSCI World Minimum Volatility nachdenken. in diesem ETF sind nicht alle rund 1600 Unternehmen des gewohnten MSCI World drin, sondern eine erlesene Auswahl derer Unternehmen, Der ETF versucht, die Volatilität der Aktien zu prognostizieren. Durch eine Optimierungstechnik werden zusätzliche Risikokriterien wie z. B. Mindest- und Höchstgewichtungen auf Unternehmens-, Länder- oder Branchenebene eingesetzt. Natürlich schwankt auch dieser ETF, aber nicht so stark wie der ursprüngliche MSCI World.

Der Arero Weltfonds

Anstelle eines oder mehrere ETFs könnte man sich auch für den Arero Weldfonds entscheiden. Dieser investiert zu 60% in Aktien, 25% in Anleihen und 15% in Rohstoffe. Die Gesamtkostenquote ist mit 0,5% etwas teurer, als wenn man den Fonds selber mit ETFs nachbastelt, aber man braucht kein Rebalancing betreiben.

Staatsanleihen

Nicht jeder ist ein Fan von Staatsanleihen und ich muss zugeben, mich auch nicht viel mit dem Thema Staatsanleihen beschäftigt zu haben. Wer unter 100.000 Euro „sicher“ anlegen möchte, kann auch auf das Tagesgeldkonto zurückgreifen, denn bis zu dieser Summe greift der Einlagensicherungsfonds. Wer hingegen mehr als 100.000 Euro „sicher“ anlegen möchte, kann auf Staatsanleihen mit dem Rating AAA zurückgreifen, muss aber tatsächlich bei einigen Staatsanleihen sogar Minuszinsen in Kauf nehmen. Natürlich gibt es auch Staatsanleihen, bei denen man positive Renditen erwarten kann, diese haben aber in der Regel eine schlechtere Bonität.

Nicht ständig ins Depot schauen

Leichter gesagt als getan, ich weiß. Auch ich gehöre zu denen, die öfter mal nach den Kursen schauen, aber eigentlich macht man sich in schlechten Börsenphasen doch nur verrückt damit. Wenn mein Depot zwischenzeitlich ins Minus rutscht, ändert ein ewiges ins Depot schauen auch nichts. Wer langfristig anlegt, dem sollten die aktuellen Kurse eigentlich egal sein. Was in zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahren ist, ist entscheidend.

Natürlich gibt es noch mehr Möglichkeiten, wie beispielsweise Häuser oder Edelmetalle. Gerne kannst du weitere Vorschläge in die Kommentare unten schreiben.

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